Vorallem eine Bahnreise quer durch Europa! dienstag 28.09. um 22:10 von Wels aus gings los.
Hürde Nr. 1 - das OEBB Ticket enthielt falsche Zugnummer: War dann aber alles kein Problem und ich konnte meinen Liegeplatz in einem 6er Liegeabteil mit einer 5 köpfigen Familie (3 Kinder!!) beziehen.
Hürde Nr.2 - das viele Gepäck: Wurde von 2 OEBB Mitarbeitern recht gekonnt in dem Miniabteil verstaut.
Hürde Nr.3 - ich hasse Kinder die sich nicht benehmen können und deren dumme Eltern: Diese Hürde konnte leider erst gegen 04:00 behoben werden, als die Bagage dann ausgestiegen ist.
Geschlafen hatte ich in der Zwischenzeit vielleicht ne Stunde auf Etappen. An die nervigen Kinderfragen mag ich gar nimmer denken ; )
Hürde Nr.4 - Die übliche nicht ordnungsgemäß funktionierende Klimaanlage in einem Zug der OEBB. Es bließ auf voller Stufe eiskalte Luft ins Abteil: Gelöst wurde das Problem mit einer kleinen Realitätsverschiebung, welche auch gleich das Ruckeln des Zuges miteinbezogen hat. Man stelle sich in oben genannter Situation einfach vor man befände sich in einem vorsinnflutlichen Raumschiff auf dem Weg zum Jupiter. Man wäre in einer solchen Situation also mehr als glücklich mit kalter Luft die einem ins Gesicht bläst. Denn solange sie nicht aus dem Gesicht gesaugt wird, ist doch alles in bester Ordnung.. Weiters wäre es auf einer solchen Reise toll, wenn man die mit normaler Schwerkraft schlafenderweise hinter sich bringen könnte. Die schwerkraftgeneratoren hätten auf einer so langen Reise sicherlich bei jeder kleinsten Kurskorrektur allerhand zu tun um die enormen Kräfte auszugleichen, damits die Innsassen nicht in alle 4 Winde zerstreut. Da ist dann ein bisschen Organverschiebung in die Beine oder den Kopf schon was ganz normales und solange man nicht zerrissen wird ist doch alles in bester Ordnung ; )
Hürde Nr. 4 - Meine Fahrkarte hat der Schaffner, der Waggon würde irgendwo auf dem Weg abgekoppelt und den Schaffner gibts nichtmehr: Würde dann von der unfreundlichen osteuropäischen DB Bediensten gelöst indem sie mir ganz unerwartet meine Karte mit einem kochend heißen Schwarztee in die Hand gedrückt hat, als ich gerade auf dem Weg auf die Toilette war.
Ankunft in Arnehm um ca 07:00 - Geschätzter Aufenthalt 1h.
Hürde Nr. 5 - Keine Gepäckswagen und der Fahrstuhl defekt: Na dann musste eben pure Muskelkraft abhilfe schaffen ; )
Hürde Nr. 6 - Kein Gepäck stapeln im Cafe-Bereich. Also auch kein Frühstück / Essen.
Hürde Nr. 7 - Eiskalter Durchzug am gesamten Bahnhof und der Anschlusszug 25 Min verspätet : Gelöst hat sich das Problem spontan mit folgender Durchsage nach ca 7 Minuten Wartezeit:
"Achtung Bahnsteig 17 der IntercityExpress International nach Amsterdam mit vorraussichtlicher VErspätung von 25 Minuten fährt in wenigen Minuten geändert auf Bahnsteig 7 ein."
Ihr werdet es erraten: Wieder keine Rolltreppe, kein Aufzug. Ich hast also quer durch den ganzen Bahnhof, erreiche kurzsichtigerweise den Aufgang zu Bahnsteig 7 und auch hier: keine elektronische Gepäckhilfe. Keuchend besteige ich in letzter Sekunde den ICE, hinter mir schließen die Türen.
Umsteigen in Arnhem war dann gar kein Problem mehr. Der Bahnhof Ede-Wageningen gut beschriftet und der Taxistand auch schnell gefunden.
In der Uni dann mal gleich zum Schlüsselabholen für mich Regina und Lisi und danach zum CSA Registration Desk. Dort gabs dann Hürde Nr. 6 - Mein Registrationformular konnte nicht gefunden werden, obwohl ich an sich schon in der Datenbank war.
Das Problem wurde behoben, als ich meinte, dass ich mich per mail registriert hatte. Das war wieder ein Extrastapel. Neben meine eingescannte Formularunterschrift durfte ich mich dann auch noch einmal verewigen und dann gings auch schon über das Student Info Point mit einem sehr netten, deutschsprechenden Studenten per Uniwagen zum Studentenheim.
Aus dem Internet wusste ich ja bereits was mich erwarten würde und jetzt rückblickend gesagt kann ich sagen, dass es immer noch genauso schlimm ist wie ich das den meisten von euch eh schon mitgeteilt habe.
Mittlerweile kenne ich schon Marion, Older, Dave, Ryan, Ii, Bo, Patience und wie sie noch alle heißen und finde es hier aufgrund der allgemein vorherrschenden Resignation schon fast wieder familiär..
Mit meinem Mitbewohner verstehe ich mich auch ganz gut.
Nachdem ich dann fast 30 Stunden ohne Schlaf und ordentliches Essen verbracht hatte raffte mich gegen 21:00 dann der Schlaf dahin. Bett war gemacht und Geschäfte breits geschlossen, daher siegte dann die Dusche und das Bett.
Ende Tag 1 - Hier noch ein paar Impressionen:
herr_igel - 31. Aug, 08:44